20 Jahre Studiengruppe Entwicklungsprobleme der Industriegesellschaft (STEIG) e.V.Geschichte

STEIG wurde 1981 in Würzburg aufgrund einer Initiative ehemaliger Stipendiaten der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk gegründet, um aus christlicher Verantwortung die Entwicklungsprobleme der Industriegesellschaft interdisziplinär zu bearbeiten. Durch den Forschungsschwerpunkt "Gefährdete Zukunft" Würzburger Wissenschaftler und anschließende Projekte der Drittmittelforschung blieb STEIG Würzburg und seiner Universität verbunden. So wurde u. a. im Rahmen des STEIG-Forschungsvorhabens "Die ökologischen Rahmenbedingungen der Sozialen Marktwirtschaft" in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Würzburg das computergestützte Planungsinstrument "deeco" entwickelt, das es erlaubt, den Energieverbrauch, die Schadstoff- und Treibhausgas-Emissionen und die Kosten kommunaler Energieversorgungssysteme zu minimieren. Diese Arbeiten wurden mit dem Umweltpreis der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH und dem Preis der Unterfränkischen Gedenkjahrsstiftung ausgezeichnet. Inzwischen wird an der TU Berlin mit der Unterstützung neuseeländischer Institutionen die Anwendung von "deeco" auf die Energieversorgung Neuseelands vorbereitet. Ferner untersuchen Ökonomen und Naturwissenschaftler in STEIG den Zusammenhang von Energienutzung, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, während Theologen, Philosophen und Sozialwissenschaftler über ethische Fragen der Gentechnik, die Verantwortung für zukünftige Generationen und das Verhältnis zwischen Industrie- und Entwicklungsländern arbeiten. STEIG veranstaltet im ganzen Bundesgebiet Tagungen zu Entwicklungsproblemen der Industriegesellschaft in Zusammenarbeit mit evangelischen wie katholischen Akademien und Universitäten. Auch wird ein "Forum für interdisziplinäre Forschung" publiziert.

Reiner Kümmel

 


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